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Michael Martinelli 
Daniel Bäck / Videoproduktion www.backlight.at

Der-Menschenfeind_Ensemble_056_c_Lex-Karelly
Henriette Blumenau
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Michael Martinelli 
Daniel Bäck / Videoproduktion www.backlight.at

Der-Menschenfeind_Ensemble_056_c_Lex-Karelly
Henriette Blumenau

Der Menschenfeind

Molière

Inhalt

Alceste ist empört. Seine Mitmenschen haben nichts Besseres zu tun, als sich zu ihrem eigenen Vorteil anzubiedern, einander zu belügen und zu hintergehen. Er dagegen verteidigt vehement den Anspruch, ganz frei von Heuchelei zu leben. Am liebsten würde er sich in die Einsamkeit zurückziehen. Wäre da nicht Célimène.

Die junge Witwe zieht tout Paris in ihren Bann und weiß ihren Platz in der Gesellschaft strategisch zu behaupten. Zahlreiche ihrer Verehrer, Freundinnen und Bekannten treffen bei ihr aufeinander, um den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen. Von freundschaftlicher Loyalität untereinander fehlt jedoch jede Spur — und der unglücklich in sie verliebte Alceste stößt mit seiner kompromisslosen Ehrlichkeit alle vor den Kopf. Célimènes Verhalten missfällt Alceste zutiefst; er will sie von den Vorzügen ausnahmsloser Aufrichtigkeit überzeugen. Und als plötzlich ein Brief auftaucht, der mehr von Célimènes hinterhältigem Spiel offenbart, wird sein Glaube an die Menschheit final auf die Probe gestellt ...

Molière war als Vergnügungsdirektor von Ludwig XIV. ein Experte darin, sein Publikum zum Lachen zu bringen. Selbst Schauspieler, und damit mehr Bühnenpraktiker als Schreibtischliterat, erschuf der Meister der Komödie mit dem Misanthropen Alceste eine tragisch-komische Figur, die als Außenseiter der Gesellschaft die Mechanismen des sozialen Gefüges entlarvt. Mit seiner kunstvoll gewitzten, verspielten Sprache, die bis heute auch in den Übersetzungen großes komödiantisches Potenzial entfacht und zu lustvollem Spiel verführt, schuf der Dichter ein Monument in der Gattungsgeschichte der Komödie.

Inszenieren wird den „Menschenfeind“ Markus Bothe, der bereits zahlreiche Arbeiten am Schauspielhaus Graz vorlegte und sich nach Edmond Rostands „Cyrano de Bergerac“ auf den Kasematten, Molières „Tartuffe“ und Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ ein weiteres Mal eines französischen Klassikers annimmt.

 

REGIE Markus Bothe
BÜHNE Kathrin Frosch
KOSTÜME Anna Brandstätter
MUSIK Biber Gullatz
LICHT Viktor Fellegi
DRAMATURGIE Hannah Mey
MIT Mathias Lodd, Lukas Walcher, Florian Köhler, Henriette Blumenau, Daria von Loewenich, Sissi Noé, Franz Solar, Oliver Chomik

 

Schauspielhaus Aktiv
THEATERPÄDAGOGIK Julia Gratzer

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

MITLERNEN
Vorbereitender Workshop
Warm-up
Nachbereitung
Lehrer*innenprobe am 12.10.2022

MITSCHAUEN
Schauklub

MITREDEN
Theaterdialog am 02.11.2022
ÖH-Stückgespräch

MITSPIELEN
Spielsamstag am 12.11.2022

 

Pressestimmen

„Dank der Regie von Markus Bothe und eines großartigen Ensembles entfaltet Molieres ‚Menschenfeind‘ seine gallige Pracht. […] Das Leben ist so, wie man es gerne sehen möchte. Das legt zumindest das Bühnenbild von Kathrin Frosch nahe, die für Molieres ‚Menschenfeind‘ ein riesiges, aufblasbares Etwas ganz in Weiß fabrizierte, das die Bühne des Schauspielhauses ausfüllt: Ob sich das Leben nun eher in einer Hüpfburg oder in einer Gummizelle vollzieht, es hängt wohl von der Perspektive ab, wobei Menschenfeind Alceste gewiss für Zweiteres plädierte. […] Ohne Auflösung und ohne einfache Antworten endet der Abend nach fast zwei pausenlosen, hoch spannenden Stunden, die Molieres Stück auf Hochglanz bringen.“ (Kleine Zeitung / kleinezeitung.at, Martin Gasser, 16./14.10.2022)

„In stilsicher überzeichneten Neobarock-Kostümen von Anna Brandstätter navigiert das Ensemble des Grazer Schauspielhauses durch Molieres Gesellschaftskomödie über Falschheit und letztlich menschenfeindlichen Idealismus und entlockt den Figuren manch spannende Eigenart. So entpuppt sich Blumenaus Célimène als starke Persönlichkeit hinter der leichten Fassade. […] Für komödiantische Brillanz sorgt hingegen insbesondere Florian Köhler in seiner Trippelrolle als Oronte, Gardist und Dubois. […] Einen faszinierenden Dreh erhält Bothes Arbeit aber vor allem durch die überdimensionale Hüpfburg […] Ein treffendes Bild für unser Leben in der stets vom Zusammenbruch bedrohten Hüpfburg (oder Gummizelle?) einer reizüberfluteten Gegenwart.“ (Kronen Zeitung, Felix Jureček, 16.10.2022)

ORT & DAUER
HAUS EINS
Hofgasse 11, A - 8010 Graz
Dauer: ca. 1 Stunde, 50 Minuten, keine Pause
PREMIERE
14. Oktober 2022, HAUS EINS
Medien
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